Öffentliche Veranstaltung

Vortrag: Zur Kritik einiger veganer Argumente

Montag, 25. Februar 2013 - 20:30

Wenn Menschen sich vegan ernähren, kann dies aus den verschiedenen Gründen passieren. Für die einen ist es die einzig natürliche Ernährungsform; für andere das Wundermittel gegen den Welthunger. Nicht wenige fordern die Gleichheit von Mensch und Tier und sehen den sogenannten „Speziezismus“ in einer Reihe mit gesellschaftlichen Herschaftsverhältnissen wie Rassismus und Sexismus.
Entsprechend ist der Veganismus meist nicht nur eine Art sich zu ernähren, sondern tritt als politisches Programm auf: Gefordert werden Tierrechte, die eine andre Behandlung von Tieren staatlich garantieren sollen. Keine tierischen Produkte zu kaufen wird oft als Hebel gesehen die Produktion von Fleisch und anderer tierischer Produkte und die damit verbundene Verwertung der Tiere für menschliche Zwecke zu beenden.
Der Vortrag wirft einen genaueren Blick auf einige Argumente für den Veganismus und thematisiert die hinter ihnen stehenden Vorstellungen von Recht, Staat, Moral und Ökonomie. Zur Diskussion stellen wollen wir unsere Kritik an einiger politischen Forderungen, moralischen Argumenten und der politischen Praxis der Tierrechtsbewegung.

Vortrag und Diskussion mit Peter Schadt (Falken Stuttgart und GEGEN_KULTUR Verlag)

Ort: [L50] - Lassallestr.50, Erfurt
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Infos unter www.falken-erfurt.de

Anders als wir - Alltagsantisemitismus und Pädagogik

Montag, 28. Januar 2013 -
18:00 bis 21:00

Seit einiger Zeit gibt es in Erfurt vermehrt Angebote zum „Jüdischen Erbe“ der Stadt, die sich auch an Jugendliche richten. Das Spektrum reicht dabei von Veranstaltungen zur mittelalterlichen Geschichte bis zu Seminaren über die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung während des Nationalsozialismus.Im Zentrum steht dabei eine historisch-politische Auseinandersetzung mit jüdischer Geschichte, Alltagsantisemitismus und moderne Formen wie Israelfeindschaft spielen dabei allenfalls eine untergeordnete Rolle. Hinzu kommt, dass viele pädagogisch Aktive selbst nur ein begrenztes Wissen über aktuelle Ausprägungen von Antisemitismus und die Funktionen und Hintergründe antijüdischer und antisemitischer Bilder haben.

Hier setzt die Veranstaltung an. Die Referentin Barbara Schäuble hat in den letzten Jahren zum Thema „Differenzkonstruktionen und Alltagsantisemitismus unter Jugendlichen“ geforscht. Im ersten Teil der Veranstaltung stellt sie dar, wie Antisemitismus unter Jugendlichen aussieht, wie er begründet wird und sie gibt einen Überblick zum Stand der Fachdiskussion über „Pädagogik gegen Antisemitismus“. Sie bezieht sich in ihrer Rede über Pädagogik dabei sowohl auf klassische Bildungskontexte, als auch auf Alltagssituationen unter Nicht-PädagogInnen, in denen Personen für einen anderen, nicht-distanzierten oder nicht-antisemitischen Blick gewonnen werden sollen. Im zweiten Teil der Veranstaltung wird ausgehend von Materialien sowie von Beobachtungen der Teilnehmenden und ihrer politischen und pädagogischen Praxis diskutiert, welche pädagogischen, aber auch welche gesellschaftlichen Konsequenzen sich daraus ableiten lassen, um antisemitische Einstellungen entgegentreten zu können

Barbara Schäuble ist politische Bildnerin und Dozentin an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Holzminden.

Eine Veranstaltung des DGB-Bildungswerk Thüringen e.V., gefördert durch den Aktionsfond des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt.

Workshop für Aktive in Bildungsarbeit und Politik

Lassallestraße 50, Erfurt
28. Januar 2013
18-21 Uhr
Anmeldung: quer@dgb-bwt.de

Wichtiger Hinweis:
Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.

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