Öffentliche Veranstaltung

§129b - Repression gegen Kurd_innen in Deutschland

Montag, 18. März 2013 - 19:00

Seit der Entscheidung des Bundesgerichtshofs von 2010 finden in Deutschland auch gegen politische kurdische Aktivist_innen Ermittlungen nach §129b (Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung) statt. Im Prozess gegen Ali Ishan K. kam es bereits vor dem OLG Hamburg zu einer ersten Verurteilung zu 2 Jahren und 6 Monaten Haft. Gegen diese Verurteilung hat die Verteidigung Revision eingelegt. Zu der Tatsache, dass der §129b der einzige Strafrechtsparagraph ist, bei dem eine politische Genehmigung durch das Bundesjustizministerium vor Ermittlungen durch die Staatsanwaltschaften erforderlich ist, äußert sich Ali Ishan K.s Verteidigerin Cornelia Ganten-Lange: "Das Vorgehen im Zusammenhang mit dem §129b ist verfassungsrechtlich bedenklich. Die Gewaltenteilung wird aufgehoben. Es wird dem Justizministerium – also der Exekutive – überlassen zu entscheiden, ob eine ausländische Vereinigung terroristisch ist oder legitimen Widerstand gegen eine Diktatur leistet oder als legitime Befreiungsbewegung gelten darf. Diese Entscheidung ist dann von geostrategischen Interessenlagen abhängig."

Kennzeichnend für alle laufenden Verfahren nach § 129b gegen kurdische Aktivist_innen ist, das die historischen und politischen Hintergründe in Kurdistan konsequent ausgeblendet werden. Ziel der Veranstaltung ist es daher, die internationalen Zusammenhänge darzustellen, die ausschlaggebend für die Repression gegen Kurd_innen in Deutschland sind.

Eine Veranstaltung von Rote Hilfe Erfurt, Kulturverein Mesopotamien, Azadi e.V. und Solid Thüringen im Rahmen des Tages für politische Gefangene.

Vortrag
18. März 2013, um 19 Uhr in der L50 (Lasallestrasse 50, Erfurt)

Zwischen Aufbruch und Institutionalisierung - Kultur im Zwang der Formalitäten

Dienstag, 26. März 2013 - 18:30

Am Anfang waren es nur ein paar Leute, die einen Raum zum Proben suchten. Nichts großes, einfach einen Ort, wo die Instrumente auch mal über Nacht stehen bleiben konnten. Dann gab es die ersten Partys. Nach und nach kamen immer mehr Menschen vorbei und schließlich wurden die Räume zu klein. Viele von ihnen wollten nicht nur Musik machen sondern waren auch bereit, mehr Zeit in die Organisation zu stecken. Und dann gab es auf einmal dieses Haus…

So oder so ähnlich klingen viele Geschichten. Dabei ist es egal, ob es sich um soziokulturelle Projekte aus der Kunst- und Kulturszene handelt, Stadtteilinitiativen oder politische Gruppen. Was irgendwann mal als Projekt zwischen ein paar Freundinnen und Freunden begann, ist inzwischen „ein ganz großes Ding“ geworden. Und irgendwann steht jede Initiative vor dieser Frage: „Sollen wir jetzt einen Verein gründen oder nicht?“

Viele Gruppen und Initiativen scheuen sich vor der sogenannten „Institutionalisierung“. Sie fürchten sich vor Vorstandssitzungen, Rechnungsberichten und dem bürokratischen Rattenschwanz einer Vereinsgründung. Doch eine rechtliche Struktur kann auch viele Vorteile mit sich bringen. Plötzlich öffnen sich Fördermitteltöpfe, Vermieterinnen und Vermieter reagieren freundlicher und sogar das Ordnungsamt scheint sich von einem modernen Folterkeller in eine normale Behörde zu wandeln.

„Institutionalisierung“ hat viele Gesichter und ist sicher nicht für jede Gruppe der Weg. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Vereinen und Initiativen möchten wir über die Vor- und Nachteile der Institutionalisierung sprechen.

Podiumsdiskussion
26. März 2013
Moderation: Johannes Smettan
Beginn: 18:30 Uhr
Ort: L50, Lassallestr.50, 99086 Erfurt

Infoabend zum Mietshäusersyndikat

Mittwoch, 27. März 2013 - 19:00

Gemeineigentum an Haus und Grund, bezahlbarer Wohnraum für Menschen mit wenig Geld, Raum für Gruppen und politische Initiativen und das alles in Selbstorganisation. Diese Idee vertritt das Mietshäuser Syndikat(MHS) seit 20 Jahren. Mit dem Hausprojekt wohnopolis in der Lassallestraße 50 gibt es nun auch ein erstes Projekt des MHS in Erfurt. Allen, die Interesse am gemeinsamen, solidarischen Wohnen haben, wollen wir an diesem Abend das MHS vorstellen und Raum für Fragen und Austausch bieten.

Eröffnungsfeier der [L50]

Sonntag, 3. März 2013 - 15:00

Das Projekt [L50] öffnet die Türen: Wir laden Euch ein zur Eröffnungsfeier des öffentlichen Raums im Hausprojekt in der Lassallestraße 50. Willkommen sind alle, die uns kennen lernen wollen, wissen wollen, was es mit dem Food-Projekt auf sich hat, und Radio im Stadtteil erleben möchten. Neben Infos gibt es Kaffee, Kuchen und Sekt.

SPUK - Im Erdgeschoss der Lassallestraße 50 entsteht ein Raum für Politik und Kultur. Um diesen öffentlichen Bereich mit Ideen zu gestalten, wurde ein Verein gegründet: s.P.u.K. e.V. – solidarische Politik und unkommerzielle Kultur. Die [L50] soll ein Raum für viele Ideen sein, wo es keinen Platz für Diskriminierungen und Rassismus gibt.

FOOD - Ist ein Projekt des s.P.u.K. e.V. Ziele des Projektes sind die kostenlose oder kostengünstige Versorgung mit Lebensmitteln für alle und die gemeinsame Organisation von Essenskultur. Gesammelte Lebensmittel vom Groß- und Einzelhandel werden kostenlos oder günstig weiterverteilt.

RADIO - in und aus der [L50] gibt es im März und April. Radio F.R.E.I. setzt sich in einem externen Studio der Stadt aus, erkundet im Projekt "Stadtfinden" die Umgebung und sendet aus dem Quartier heraus. Für Themenvorschläge, Gespräche und zum Radio machen findet ihr uns vor Ort an der AnsprechBAR. Kommt vorbei oder schreibt uns an. www.stadt-finden.de

aufschlagen|mitreden|umsetzen

Offenes [L50] Treffen

Donnerstag, 4. April 2013 - 20:00

Du hast Lust dich an der Gestaltung des öffentlichen Raums in der Lassallestraße 50 zu beteiligen? Oder hast du eine konkrete Idee die du gern in oder mit der [L50] umsetzen möchtest? Dann bist du herzlich eingeladen an unseren öffentlichen Treffen teilzunehmen.

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Offenes [L50] Treffen

Mittwoch, 20. März 2013 - 19:30

Du hast Lust dich an der Gestaltung des öffentlichen Raums in der Lassallestraße 50 zu beteiligen? Oder hast du eine konkrete Idee die du gern in oder mit der [L50] umsetzen möchtest? Dann bist du herzlich eingeladen an unseren öffentlichen Treffen teilzunehmen.

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Neues von der Leipziger Buchmesse

Dienstag, 19. März 2013 - 18:30

Die Leipziger Buchmesse ist ein Lesefest mit unzähligen Neuerscheinungen. Steffi Hornbostel von der Contineo-Buchhandlung wird ausgewählte Messefunde aus den Bereichen Belletristik, Sachbuch und Kinderbuch mitbringen und vorstellen. Alle Lesefreudigen sind herzlich eingeladen.

Spieleabend

Mittwoch, 13. März 2013 - 20:00

Kicker, Tischtennis und mehr. Spieleabend in der [L50]

Vortrag: Zur Kritik einiger veganer Argumente

Montag, 25. Februar 2013 - 20:30

Wenn Menschen sich vegan ernähren, kann dies aus den verschiedenen Gründen passieren. Für die einen ist es die einzig natürliche Ernährungsform; für andere das Wundermittel gegen den Welthunger. Nicht wenige fordern die Gleichheit von Mensch und Tier und sehen den sogenannten „Speziezismus“ in einer Reihe mit gesellschaftlichen Herschaftsverhältnissen wie Rassismus und Sexismus.
Entsprechend ist der Veganismus meist nicht nur eine Art sich zu ernähren, sondern tritt als politisches Programm auf: Gefordert werden Tierrechte, die eine andre Behandlung von Tieren staatlich garantieren sollen. Keine tierischen Produkte zu kaufen wird oft als Hebel gesehen die Produktion von Fleisch und anderer tierischer Produkte und die damit verbundene Verwertung der Tiere für menschliche Zwecke zu beenden.
Der Vortrag wirft einen genaueren Blick auf einige Argumente für den Veganismus und thematisiert die hinter ihnen stehenden Vorstellungen von Recht, Staat, Moral und Ökonomie. Zur Diskussion stellen wollen wir unsere Kritik an einiger politischen Forderungen, moralischen Argumenten und der politischen Praxis der Tierrechtsbewegung.

Vortrag und Diskussion mit Peter Schadt (Falken Stuttgart und GEGEN_KULTUR Verlag)

Ort: [L50] - Lassallestr.50, Erfurt
Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Infos unter www.falken-erfurt.de

Anders als wir - Alltagsantisemitismus und Pädagogik

Montag, 28. Januar 2013 -
18:00 bis 21:00

Seit einiger Zeit gibt es in Erfurt vermehrt Angebote zum „Jüdischen Erbe“ der Stadt, die sich auch an Jugendliche richten. Das Spektrum reicht dabei von Veranstaltungen zur mittelalterlichen Geschichte bis zu Seminaren über die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung während des Nationalsozialismus.Im Zentrum steht dabei eine historisch-politische Auseinandersetzung mit jüdischer Geschichte, Alltagsantisemitismus und moderne Formen wie Israelfeindschaft spielen dabei allenfalls eine untergeordnete Rolle. Hinzu kommt, dass viele pädagogisch Aktive selbst nur ein begrenztes Wissen über aktuelle Ausprägungen von Antisemitismus und die Funktionen und Hintergründe antijüdischer und antisemitischer Bilder haben.

Hier setzt die Veranstaltung an. Die Referentin Barbara Schäuble hat in den letzten Jahren zum Thema „Differenzkonstruktionen und Alltagsantisemitismus unter Jugendlichen“ geforscht. Im ersten Teil der Veranstaltung stellt sie dar, wie Antisemitismus unter Jugendlichen aussieht, wie er begründet wird und sie gibt einen Überblick zum Stand der Fachdiskussion über „Pädagogik gegen Antisemitismus“. Sie bezieht sich in ihrer Rede über Pädagogik dabei sowohl auf klassische Bildungskontexte, als auch auf Alltagssituationen unter Nicht-PädagogInnen, in denen Personen für einen anderen, nicht-distanzierten oder nicht-antisemitischen Blick gewonnen werden sollen. Im zweiten Teil der Veranstaltung wird ausgehend von Materialien sowie von Beobachtungen der Teilnehmenden und ihrer politischen und pädagogischen Praxis diskutiert, welche pädagogischen, aber auch welche gesellschaftlichen Konsequenzen sich daraus ableiten lassen, um antisemitische Einstellungen entgegentreten zu können

Barbara Schäuble ist politische Bildnerin und Dozentin an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Holzminden.

Eine Veranstaltung des DGB-Bildungswerk Thüringen e.V., gefördert durch den Aktionsfond des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt.

Workshop für Aktive in Bildungsarbeit und Politik

Lassallestraße 50, Erfurt
28. Januar 2013
18-21 Uhr
Anmeldung: quer@dgb-bwt.de

Wichtiger Hinweis:
Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.

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