Antisemitismus

Workshop: Elemente des Antisemitismus

Freitag, 20. Februar 2015 - 19:30 bis Sonntag, 22. Februar 2015 - 17:00

Eine Veranstaltung der Falken Erfurt

“Das wissenschaftliche Bewusstsein darf sich nicht dabei bescheiden, das Rätzel der antisemitischen Irrationalität auf eine selber irrationale Formel zu bringen. Sondern das Rätzel verlang nach seiner gesellschaftlichen Auflösung” schrieben Horkheimer und Adorno in der Einleitung zu Paul Massings Studie zur Vorgeschichte des politischen Antisemitismus.

An diesem Wochenende wollen wir unsere Reihe zur Dialektik der Aufklärung von Theodor W. Adorno und Max Horkheimer fortsetzen und einen Blick auf Adornos und Horkheimers Beitrag zu einer Kritik des Antisemitismus werfen. Wir beschäftigen uns diesmal entsprechend mit dem Kapitel “Elemente des Antisemitismus”.
Zusammen wollen wir der Frage nachgehen, warum “für die Faschisten … die Juden nicht eine Minorität, sondern die Gegenrasse, das negative Prinzip als solches [sind]” und in ihren Augen, “von ihrer Ausrottung [der Juden] … das Glück der Welt abhängen” soll. Was den “Antisemitimus als Volksbewegung” trieb und aus welcher wahnhaften Logik oder welchem Zufall heraus sich der Hass der Antisemiten gerade an die Juden heftete.

Es wird essen geben, für Leute ausserhalb von Erfurt besteht die Möglichkeit einer privaten Unterbringung in Erfurt. Schreibt uns deswegen.

Zur Deckung der Kosten für Essen, Kopien usw. nehmen wir einen Teilnahmebeitrag von 10€.
Weitere Infos/Anmeldung: kontakt@falken-erfurt.de

Gefördert durch den Lokalen Aktionsplan gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt.

Anders als wir - Alltagsantisemitismus und Pädagogik

Montag, 28. Januar 2013 -
18:00 bis 21:00

Seit einiger Zeit gibt es in Erfurt vermehrt Angebote zum „Jüdischen Erbe“ der Stadt, die sich auch an Jugendliche richten. Das Spektrum reicht dabei von Veranstaltungen zur mittelalterlichen Geschichte bis zu Seminaren über die Verfolgung der jüdischen Bevölkerung während des Nationalsozialismus.Im Zentrum steht dabei eine historisch-politische Auseinandersetzung mit jüdischer Geschichte, Alltagsantisemitismus und moderne Formen wie Israelfeindschaft spielen dabei allenfalls eine untergeordnete Rolle. Hinzu kommt, dass viele pädagogisch Aktive selbst nur ein begrenztes Wissen über aktuelle Ausprägungen von Antisemitismus und die Funktionen und Hintergründe antijüdischer und antisemitischer Bilder haben.

Hier setzt die Veranstaltung an. Die Referentin Barbara Schäuble hat in den letzten Jahren zum Thema „Differenzkonstruktionen und Alltagsantisemitismus unter Jugendlichen“ geforscht. Im ersten Teil der Veranstaltung stellt sie dar, wie Antisemitismus unter Jugendlichen aussieht, wie er begründet wird und sie gibt einen Überblick zum Stand der Fachdiskussion über „Pädagogik gegen Antisemitismus“. Sie bezieht sich in ihrer Rede über Pädagogik dabei sowohl auf klassische Bildungskontexte, als auch auf Alltagssituationen unter Nicht-PädagogInnen, in denen Personen für einen anderen, nicht-distanzierten oder nicht-antisemitischen Blick gewonnen werden sollen. Im zweiten Teil der Veranstaltung wird ausgehend von Materialien sowie von Beobachtungen der Teilnehmenden und ihrer politischen und pädagogischen Praxis diskutiert, welche pädagogischen, aber auch welche gesellschaftlichen Konsequenzen sich daraus ableiten lassen, um antisemitische Einstellungen entgegentreten zu können

Barbara Schäuble ist politische Bildnerin und Dozentin an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Holzminden.

Eine Veranstaltung des DGB-Bildungswerk Thüringen e.V., gefördert durch den Aktionsfond des Lokalen Aktionsplans gegen Rechtsextremismus der Stadt Erfurt.

Workshop für Aktive in Bildungsarbeit und Politik

Lassallestraße 50, Erfurt
28. Januar 2013
18-21 Uhr
Anmeldung: quer@dgb-bwt.de

Wichtiger Hinweis:
Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.

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